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…Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat. Ut wisi enim ad minim veniam,..ne Quatsch grins- ich kann doch gar kein Latein!
Heute morgen ist es mir wieder mal aufgefallen. Was ich tue. Ich kann es einfach nicht unterdrücken; meistens geschieht es sogar unbewusst. Mein Sohn Leon ist mittlerweile 11 stolze Jahre alt. Und mit stolz meine ich auch stolz. Endlich etwas unabhängiger, seit einem halbem Jahr auf dem Gymnasium in “weit weit weg” (ca. 4 km entfernt) und auch die Mütter seiner Schulfreunde glucken nicht mehr um die Kinder herum; schlicht und einfach weil die Klasse aus verschiedenen Städten kommt und sie sich untereinander- zur Erleichterung der Kinder- nicht kennen. Kurzum: Zeit sich selbst zu entdecken und sich endlich etwas cooler zu geben, sich auch von den wohlmeinenden Eltern zu distanzieren.
Als Leon das erste Mal eine Tour alleine machte (zur Tankstelle -um Yu- Gi- Oh Karten zu kaufen- dazu irgendwann später mal mehr grins- zu kaufen, Luftlinie 30 m, Anm. d. Red.) war er 5 Jahre alt. Kaum war er aus der Haustür gegangen schlich ich ihm hinterher; versteckte mich gekonnt hinter Tuja Hecken des Nachbarn um auch ja jeden seiner Schritte überwachen zu können. Es machte mir auch nichts als er mich auf seinem Rückweg unweigerlich entdeckte als ich überstürzt nach Hause hechten wollte und mich dabei fluchend in den Hecken verfing. Hauptsache es ging ihm gut und er hatte diesen wahnwitzigen abenteuerlichen Exkurs nur wohlbehalten überlebt! Zu gluckenhaft meinen Sie? Wenn ja dann nur solange bis Ihr Kind das erste Mal allein die raue Welt ohne Sie betritt.
Äh- bin ich etwa vom Thema abgekommen? Nein, also lange Rede etc. piapapo: Mit 5 Jahren mag ein solches Verhalten einer Mutter jedenfalls grade so nochmal durchgehen. Zurück zur Gegenwart: Halb sieben morgens in Deutschland. Leon macht sich im Bad fertig. Zähne putzen, waschen, eincremen, danach Haare stylen, Totenkopfkette anlegen, Haare stylen, coole Blicke üben und Haare stylen. Trotz eisiger Temperaturen wie in der Antarktis (ich spasse nicht; minus 1 Grad!) hatte ich in der vorherigen Diskussion über das Tragen einer langen Unterhose (O-Ton Sohn:” Argh!”) ganz klar den Kürzeren gezogen. Pfefferminztee mit Honig steht zum Einpacken in die Schultasche bereit (Arktis!), Vollkornpausenbrot mit Karotte, Müsliriegel und Apfel stehen parat. Leon möchte lieber “Fruchttiger” mitnehmen, ich stelle mich quer. Nun gut, auch ein kleiner Sieg ist besser als nichts. Als er aus dem Badezimmer an die Garderobe kommt erstarre ich. Seine Haare sind vor Gel und Wasser klatschnass, sämtliche Mützen, Schals oder Kapuzen hat er allesamt unter mysteriösen Umständen verloren (“Zuletzt trug ich sie/ihn/ es als auf einmal Feueralarm ausgelöst wurde…, sich uns im Supermarkt eine unheimliche Frau näherte und wir verschwinden mussten…,…nachdem der grosse Hund… etc.). ich rechne kurz und komme zu dem Schluss dass dieses Styling exakt 2 Wochen Mittelohrentzündung nach sich ziehen wird. Gewaltsam zwinge ich ihm sein sich glücklicherweise an seinem Pullover befindliche Kapuze über die Ohren, stosse dabei unmissverständliche “was-geschieht-wenn”- Warnungen aus, wickele den Schal meines Mannes sowie die dicke Winterjacke um ihn und statte ihn noch mit Thermo Winterhandschuhen aus. (Denken Sie bitte an die o.g. Temperaturen!). Mit leicht gequältem und reichlich genervtem Gesichtsausdruck verabschiedet er sich und ich rufe ihm noch kurze Erinnerungen für den heutigen Tag hinterher:” Viel Spass, ich hol dich ab! Vergiss nicht, das Obst zu essen! Mach gut mit und frag deinen Lehrer nochmal nach dem Bio – Blatt! Meld dich für Donnerstag zum Mittagessen in der Schule an! Pass auf Dich auf, ist dein Handy aufgelad….” Da ist er natürlich bereits längst ausser Sicht- und Hörweite.
Aber ich bin ja nicht blöd! Schnell renne ich auf den Balkon um noch einen Blick auf ihn zu erhaschen und letzte Ratschläge zu erteilen:” Steig zu niemandem ins Auto! Wenn was ist ruf an!”. Was machte das kluge Kind? Er ignoriert mich. Zitternd (Arktis!!!) beobachte ich noch wie er aus meinem Sichtfeld verschwindet, horche auf verräterisches Kreischen bremsender Autos das glücklicherweise mal wieder ausbleibt, warte noch auf seinen Bus; vergewissere mich, dass kein Kettensägenmassaker-Mörder darin sitzt und gehe dann langsam wieder hinein.
Als mir dämmert, wie ich mich aufgeführt hatte und mir die Szenen meiner Kindheit, die ganz ähnlicher Natur waren, vor Augen führe, frage ich mich, wievielen Müttern es wohl ähnlich gehen mag. Ist das ein angeborenes “Nerv-Dein-Kind”-Gen welches mit der Geburt des Kindes aktiviert wird? Oder ein “verhindere-die-Selbständigkeit-deines-Kindes”-Gen? Ich bin zu diesem Schluss gekommen: Es ist das “hilfe-werde-nicht-so-schnell-erwachsen”-Gen.

Nächstes Mal mehr über Yu gi Oh! ( Ich weiß, Sie können es nicht erwarten!)
1 Kommentar bis jetzt
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Liebste Sandra,
das ist ja mal ein wunderbarer Eintrag! Ich bin entzückt! Ich hoffe das geht noch weiter, denn du schreibst sehr witzig!!!Werde dich gleich mal in meine Blogroll setzen…WEITER!WEITER!WEITER!
Liebe Grüße Jana
PS: Erwarte vernichtende Kritiken zu meinem Versuch einer Geschichte (unter:Storytell), denn ich weiß Du hast da ein Gutes Gespür!
Kommentar von januschka 5. Februar 2009 @ 4:18 pm